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Realzinsanleihen
Buch

Realzinsanleihen

Inflationsschutz fĂŒr Rentenmarktinvestoren

SchÀffer-Poeschel, 2006 Mehr

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Bewertung der Redaktion

8

QualitÀten

  • Innovativ

Rezension

International sind Realzinsanleihen schon lĂ€nger ein Thema, doch der deutsche Staat hat erst im MĂ€rz 2006 eine solche inflationsindexierte Anleihe emittiert. Dabei bietet diese Art von festverzinslichen Wertpapieren Vorteile sowohl fĂŒr den Anleger als auch den Emittenten. Grund genug, sich mit dieser Assetklasse nĂ€her auseinanderzusetzen. Die Autoren des Buches geben einen Überblick ĂŒber Realzinsanleihen, arbeiten die Vor- und Nachteile heraus und machen sich auch Gedanken ĂŒber die Implementierung der Anleihen in bestehende Portfolios. Die Zielgruppe ist leider nicht immer klar erkennbar: Eine Übersicht der grundlegenden Konzepte der Inflation, die eigentlich jedem aktiven Marktteilnehmer gelĂ€ufig sein dĂŒrften, nimmt knapp die HĂ€lfte des Buchumfangs ein. Dieser Teil richtet sich damit eher an Laien in der Finanzwelt. Der zweite Teil dagegen setzt zu viel Fachwissen und Kenntnisse der Finanzmarktterminologie voraus, um fĂŒr Einsteiger gut verstĂ€ndlich zu sein. getAbstract empfiehlt das Buch - mit jeweils anderen Schwerpunkten - Finanzmarktneulingen, die sich dafĂŒr interessieren, wie sie der bösen Inflation ein Schnippchen schlagen können, und Portfoliomanagern, die sich nĂ€her mit der Finanzinnovation Realzinsanleihe beschĂ€ftigen wollen.

Zusammenfassung

Inflation und der Wert des Geldes

Seit MĂ€rz 2006 können Investoren auch in Deutschland ihr Geld in inflationsindexierten Bundesanleihen anlegen. Damit ist Deutschland das letzte der G7-LĂ€nder, das auf diesen Zug aufspringt. Es wird mit einer weiter steigenden Nachfrage vor allem seitens der institutionellen Investoren gerechnet. Die so genannten "Linker", "Inflation-Linked Bonds" oder "Realzinsanleihen" sind fĂŒr Anleger mit langfristigem Anlagehorizont geeignet, die Vorsorge gegen inflationsbedingte Verluste treffen wollen. Denn bekanntlich hat das Geld, das heute z. B. fĂŒr ein Haus gespart wird, in 20 Jahren nicht mehr dieselbe Kaufkraft wie zum jetzigen Zeitpunkt.

"Kaufkraft" ist ein wichtiger Begriff in Zusammenhang mit der Inflation: Steigen die Preise, sinkt die Kaufkraft - man kann mit derselben Summe eine geringere Menge an GĂŒtern erwerben. Umgekehrt steigt die Kaufkraft, wenn die Preise sinken. Doch Geld ist nicht nur Tausch- und Zahlungsmittel, sondern dient auch als Wertspeicher. Wir sparen heute, damit wir uns morgen etwas leisten können. Der Sparer wird mit dem Zins dafĂŒr entlohnt, dass er in der Gegenwart auf Konsum verzichtet. Beim Zins ist zu unterscheiden...

Über die Autoren

Jörg Warncke ist Portfoliomanager fĂŒr die Union Investment und managt u. a. einen Realzinspublikumsfonds. Zuvor arbeitete der diplomierte Physiker als Analyst beim Deutschen Investment-Trust und als Fondsmanager fĂŒr DWS Investment. Dr. Oliver Letzgus promovierte am Lehrstuhl fĂŒr Finanzwissenschaft der UniversitĂ€t Stuttgart-Hohenheim. Bevor er als Portfoliomanager zu Union Investment wechselte, war er als PR-Berater und als Dozent an diversen Hochschulen tĂ€tig.


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