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Wissen, Wert und Kapital
Buch

Wissen, Wert und Kapital

Zur Kritik der Wissensökonomie

Rotpunkt, 2004 mais...


Bewertung der Redaktion

6

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Der Sozialphilosoph André Gorz sieht in diesem Buch das Humankapital als Hauptkraft an, die zur Überwindung des derzeitigen Wirtschaftssystems beiträgt. Denn das Humankapital, sprich: die Menschen und insbesondere ihr Wissen, unterliegt laut Gorz vollkommen anderen Gesetzmäßigkeiten als gewöhnliche Waren. Der Autor, der seine Thesen durch zahlreiche Zitate anderer Denker zu untermauern sucht, liefert eine differenzierte Analyse der derzeitigen Gesellschaftsentwicklung und warnt eindringlich vor einer entmenschlichten Maschinenwelt, die er durch die Allianz von Wirtschaft und Wissenschaft heraufziehen sieht. Als Gegenbild postuliert Gorz den freien Menschen, der seine Fähigkeiten uneingeschränkt entfalten kann. Aufgrund der zahlreichen Denkanstöße und herausfordernden Thesen empfiehlt getAbstract.com dieses Buch als äußerst anregende und kurzweilige Lektüre.

Take-aways

  • Immer mehr Unternehmen lagern ihr Sachkapital aus. Sie verkaufen primär Dienstleistungen und Wissen.
  • Der Mitarbeiter mutiert zum Selbstunternehmen. Er arbeitet an seinen Qualitäten, um einen höheren Marktwert zu erzielen.
  • Es gibt zwei Arten von Wissen: natürliches, aus der Erfahrung stammendes sowie abstraktes, formalisierbares und mathematisches Wissen.

Über den Autor

André Gorz wurde 1923 in Wien geboren und lebte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz. Danach siedelte er nach Paris über, wo er bis heute als Publizist und Redakteur tätig ist. Er arbeitete u. a. mit Jean-Paul Sartre zusammen. Einige von Gorz’ Büchern wurden zu Kultbüchern der ökologischen Linken.


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